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Anhock-Spreizhaltung

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Was versteht man unter der Anhock-Spreizhaltung (ASH)?

Die Anhock-Spreizhaltung existiert schon seit Jahrtausenden. Sie liegt in der stammesgeschichtlichen Entwicklung: Um das Überleben der Menschen zu sichern, war es notwendig seine Kinder bei sich zu tragen. Babys wurden häufig auf die Hüfte eines Erwachsenen gesetzt. Evolutionstechnisch haben sich die Säuglinge an das Getragenwerden angepasst und die sog. Anhock-Spreizhaltung entwickelt. Darunter ist die Körperhaltung des Neugeborenen zu verstehen, welche es annimmt, sobald es hochgehoben wird.

Wie sieht die Anhock-Spreizhaltung (ASH) aus?

Die Beine des Neugeborenen sind angehockt, die Knie befinden sich auf Nabelhöhe und die Oberschenkel sind leicht abgespreizt. Diese Haltung ist perfekt dafür geeignet, das Baby auf der Hüfte zu tragen. Nachdem der Säugling hochgenommen wird, verstärkt er die bereits eingenommene Anhock-Spreizhaltung, in Erwartung getragen zu werden. Dabei sind die Hüftgelenke nach vorne orientiert, die Beine angehockt, die Knie auf Nabelhöhe und die Oberschenkel ungefähr im 90° Winkel gespreizt. Setzt man sich das Neugeborene auf die Hüfte, stellt man schnell fest, dass die Anhock-Spreizhaltung die perfekte Stellung ist, um das Baby zu tragen.

Vorteile der Anhock-Spreizhaltung ?

Durch die Anhock-Spreizhaltung sind alle Bereiche der Hüftgelenkspfannen ausreichend und gleichmäßig belastet. So können sich die Hüftgelenke und Knorpel natürlich ausbilden. Sollte Ihr Kind an Hüftdysplasie leiden, oder es für diese Erkrankung Anzeichen geben, so wird Eltern häufig sogar geraten, ihr Kind in der Anhock-Spreizhaltung zu tragen. In anderen Stellungen, wenn z.B. die Beine hängen, drücken die Köpfe der Oberschenkelknochen an die noch knorpeligen und damit verformbaren Pfannenwände und Ränder. Dies kann zu Verformungen führen.

Facts Anatomie: Rücken

Die Anhock-Spreiz-Haltung kommt dem so wichtigen runden Rücken zugute: Wird ein Kind in dieser Haltung getragen, so braucht sich der Rücken nicht aufzurichten. Dies ist gerade am Anfang wichtig, da die Wirbelsäule knorpelig ist, die Muskeln noch zu schwach sind und die Bandscheiben ihre Funktion noch nicht vollständig erfüllen.

Sie können Ihr Kind bereits direkt nach der Geburt in dieser Haltung tragen – egal ob auf der Hüfte, dem Rücken oder vor dem Bauch. Achten Sie bei der Auswahl einer Tragehilfe oder eines Tragetuchs immer darauf, dass die Sitzpartie bis zur Kniekehle Ihres Kindes reicht, der Rücken gestützt wird und gerundet ist. Bei Neugeborenen und Säuglingen achten Sie zudem darauf, dass der Kopf gestützt ist, da sie ihn noch nicht alleine halten können.

Facts Anatomie: Hüfte

Betrachtet man die Anatomie der Hüfte eines Neugeborenen, so erkennt man auch hier, die Anpassung an das Getragenwerden. Die Hüfte eines Babys ist noch unreif. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da das Kind automatisch die Anhock-Spreizhaltung einnimmt, sobald es gehoben wird. Die Vorteile dieser Haltung sind nicht nur für die Knochen des Babys besonders wertvoll, sondern auch für Muskeln, Bänder und die Durchblutung des Säuglings.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Beine des Neugeborenen sollten angehockt sein (ca. 110°).
  • Die Knie sollten sich auf Nabelhöhe befinden.
  • Die Hüftgelenke sollten nach vorne orientiert sein.
  • Die Oberschenkel sollten ungefähr im 90° Winkel gespreizt sein.
  • Die Sitzpartie der Tragehilfe sollte bis zur Kniekehle Ihres Kindes reichen, Kopf und Rücken sollten gestützt sein.