#lookingback - Interview mit Eltern

#lookingback

Mit der Geburt eines Kindes verändert sich sehr viel im Leben der Eltern. Der Alltag wird komplett umgekrempelt und Prioritäten werden anders gesetzt. Ihr habt eure eigene kleine Familie gegründet.

In einem kleinen Interview mit unseren Kollegen Sergkei und Jenny haben wir sie gefragt wie sich ihre Leben durchs Elternsein verändert haben.

Fidella®: Sergkei, du wirst in ein paar Wochen zum ersten Mal Vater, welche Erwartungen hast du an das Elternsein?

Sergkei: Ich freue mich einfach darauf eine glückliche Familie voller Liebe zu gründen. Ich will auf jeden Fall viele liebevolle, witzige und besondere Momente mit meinem Sohn erleben.

Ich glaube, dass die Beziehung zu meiner zukünftigen Frau sogar noch stärker wird und wir uns noch verbundener fühlen werden.

Natürlich weiß ich, dass ich mit einem großen Schlafdefizit und vielen Sorgen rechnen muss, aber damit rechnet man ja, wenn man sich für das Elternsein entscheidet. Ich habe schon so viel über Babys gelernt von dem ich vorher keine Ahnung hatte und es kommt natürlich noch einiges dazu.

Fidella®: Worauf freust du dich besonders?

Sergkei: Am meisten freue ich mich darauf, meinen Sohn einfach in den Armen zu halten.

Fidella®: Welche Ängste hast du vor dem Vatersein?

Sergkei: Eine Angst, die ich habe, ist kein gutes Vorbild zu sein. Etwas zu tun und nicht zu merken, dass es vielleicht negative Auswirkungen auf ihn haben könnte.

Außerdem natürlich auch, es alles zu schaffen. Die Angst, nicht bei jedem wichtigen Schritt in seinem Leben dabei zu sein.

Fidella®: Jenny, deine Kinder sind schon im Grundschulalter, wie würdest du deinen Alltag mit deinen Kindern beschreiben?

Jenny: Es fängt, wie bei jedem, mit dem Aufstehen an. Jeden Morgen um spätestens sechs Uhr werde ich von meiner Tochter geweckt, die nach 11 Stunden Schlaf extremen Rede-Nachholbedarf hat. Eine Stunde später gesellt sich mein Sohn dazu, der dann eher, so wie seine Mutter morgens, einsilbig unterwegs ist.

Danach das Übliche, Kinder 10x daran erinnern, dass sie sich anziehen und die Zähne putzen sollen usw. Dann geht jeder für ein paar Stunden seinen eigenen Weg.

Abends haben wir das Ritual, dass vorm Schlafengehen zusammen gelesen wird bevor jeder in sein Bett entschwindet. Danach habe ich Zeit für mich, welche ich sehr genieße.

Fidella®: Wie hat dich das Muttersein verändert?

Jenny: Ich nehme mich selbst nicht mehr so wichtig und die Prioritäten haben sich grundlegend verändert.

Während ich als kinderlose meine eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle gestellt habe, versuche ich nun alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, was sich teilweise als recht sportlich gestaltet, sich letztendlich aber lohnt.

Schlaf ist zum wertvollsten Gut geworden und ich habe 1001 Wege gelernt, wie ich ein Brot falsch schmiere und damit einen Wutanfall auslösen kann. Aber es macht auch Freude zu sehen wie sich die Kinder in charakterstarke Persönlichkeiten entwickeln.

Fidella®: Vermisst du manchmal die Zeit, in der du noch kinderlos warst?

Jenny: Manchmal schon, allerdings finde ich eine Welt mit Kindern bunter und lebenswerter. Und irgendwann kann ich auch wieder ausschlafen.

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