Geht nicht? Gibt’s nicht!

Es stimmt! Alle ‚Ich-bin-schon-Mutter’ Freundinnen und Bekannte hatten Recht mit ihrem gut gemeinten „Du kannst Dir nicht vorstellen, wie es wirklich ist, ein Baby zu haben.“

Jetzt habe ich ein Baby. Und ja: Ich konnte mir nicht vorstellen, was das heißt. Im Guten wie im Schlechten. Im Glückstaumel und Liebesrausch einerseits, im Zombieland andererseits. Und ein Zombie war ich in den ersten Monaten allemal.

Mein Friseur sagte einmal Mockatassen zu meinen Augenringen. Genau das, was die milchbekleckerte, hundemüde Frau hören möchte. Das Baby war sooo süß. Und roch sooo lecker. Und hatte sooo starke Koliken. Dass ich vor einigen Wochen noch damit gehadert hatte, überhaupt ein Tragetuch zu binden: vergessen! Ich optimierte meinen Stil und konnte den schreienden Klops in sekundenschnelle vor die Brust binden. Das war aber längst nicht alles. Ich habe das Konzept ‚Tragen’ innerhalb kürzester Zeit für mich perfektioniert.

Tuch oder Trage? Beides!

Ja, ich pucke sogar, das jedoch nur Nachts. Tagsüber wechsele ich die Tragesysteme nach Lust und Laune – und Umstand – ab. Manchmal finde ich es einfach kuscheliger, meinen Minimenschen im Tuch zu tragen, das fühlt sich alles in allem immer bequemer an, irgendwie ‚ultrageborgen’. Die eigentliche Trage nutze ich gerne für Outdoor-Aktivitäten oder wenn ich keine Jacke brauche, die dann über die Träger passen muss.

Unterm Strich ist es aber eine echte Gefühlsentscheidung. Irgendwie gibt mir die Tagesform vor, welches System gerade besser ‚passt’. Übrigens: Ich bin selbstständig und sitze sehr viel am Computer. Mit schlafendem Baby im Tragetuch gar kein Problem.

Neulich hat sich diese Kombination sogar so gut angefühlt, dass ich einen echten ‚Working-Mum’ Moment hatte und ich stolz ein Selfie mit dem Titel ‚Geht nicht? Gibt’s nicht!’ in die Welt schickte.

Bild der Autorin: Mamyvonne

Beitrag / Kommentar von: Mamyvonne

Blogkategorie: Erfahrungsberichte

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