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Wir lichten die Anker und stechen in See

Ich liebe das Meer! Es vergeht kaum eine Traumreise – unser abendliches Einschlafritual – bei der ich nicht vom Meer erzähle. Vom Rauschen der Wellen. Bunten Muscheln am Strand. Nackten Füßen im Sand.

Neulich sagte meine Tochter, gestern stolze 27 Monate alt geworden: „Mama, ich liebe auch Meer!“ Schmacht! Als mein Herz nicht mehr vor Freude hüpfte, wurde mir zweierlei bewusst. Zum einen, dass Yoke – auch wenn wir schon ein paarmal am Meer waren – ihre mit leuchtenden Augen vorgetragene Meeresliebe von mir übernommen hat.

Das zeigt, wie beeinflussbar diese kleinen Wesen doch sind und damit einmal mehr die Wichtigkeit, dieser Tatsache mit viel Liebe und Achtsamkeit zu begegnen. Sich mit Sprüchen wie ‚ich hasse die Berge’ zurückzunehmen, selbst wenn dies der Fall sein sollte. Sondern vielmehr ein sicherer Hafen zu sein, von dem aus unsere Kinder die Anker lichten und in See stechen können. Ihre Abenteuer erleben dürfen, ihre Lieben und Vorlieben – ob für das Meer, die Berge oder beides – finden können, ohne dabei die Orientierung zu verlieren. Mit Mama und Papa als Sextant im Rücken, den weiten Himmel über ihrem Wachsen.

Mich erinnert dieses Bild vom sicheren Hafen und dem gleichzeitigen Davonsegeln an ein Buch von Cambra Maria Skadé: „Verwurzelt fliegen“. Das Buch erzählt vom Wurzelreich, von dem, was uns ausmacht und von den Flügeln, die in die Weite tragen. Ist irgendetwas spannender, als unseren Kindern dabei zuzusehen, wie ihnen diese Flügel wachsen?

Zum anderen hat mich dieser Satz aber auch an die enorme Begeisterungsfähigkeit erinnert, mit denen unsere Minimenschen jeden einzelnen Tag aufs Neue angehen. Die große Freude, die wir ihnen machen können, indem wir sie nicht nur selbst segeln, sprich erleben lassen, sondern eben auch ganz bewusst gemeinsam Erlebnisse suchen und schenken.

Es ist Sommer. Ich will ans Meer. Und am liebsten, mein Kind, möchte ich sofort mit Dir und Papa die Anker lichten. In See stechen. Der Sonne entgegen. Wir alle zusammen, als großes buntes Familienschiff. Und weißt Du was? Du darfst gerne auch das Ruder übernehmen. Das hast Du ja irgendwie auch schon längst getan. Du mit Deinem „Ich kann das schon alleine“ und „Ich will ans Meeeeeer. Jetzt gleich. Fahrn mal, ja?“

Unsere Reise fing vor mehr als zwei Jahren an. Ich bin gespannt, wohin sie uns noch führen wird.

Bild der Autorin: Mamyvonne

Beitrag / Kommentar von: Mamyvonne

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