Tragen (ver-)bindet

Tragen verbindet. Mutter und Kind sind nah beieinander in einem Fidella Tragetuch

 

Die soziale und mentale Entwicklung

Menschen sind soziale Wesen, die den Kontakt zu anderen Menschen brauchen, um glücklich und zufrieden leben zu können. Vor allem Kinder sind auf den Körperkontakt zu anderen Menschen, bevorzugt Mutter und Vater, angewiesen, um sich sozial und mental gesund zu entwickeln. Beim Tragen ist das Kind in direktem Kontakt zu seiner Bezugsperson und kann so Körperwärme, Herzschlag und Geborgenheit spüren und erfahren.

Gut zu beobachten ist das angeborene Verhalten des sozialen Kontaktes bei Säuglingen. Wird ein Säugling abgelegt und von der Bezugsperson alleine gelassen, so reagiert das Kind darauf mit Schreien und Weinen, um auf sich aufmerksam zu machen, da durch neuronale Impulse das Gefühl von Gefahr und damit verbundener Angst produziert wird. Wird der Säugling wieder hochgenommen und getragen, so verstummt das Kind, fühlt sich wieder geborgen und sicher. Von seiner erhöhten Position kann es die Umgebung sicher und beschützt beobachten.

 

Mutter-Kind-Bindung

Die Bindung zwischen Eltern und Kindern wird durch das Tragen wesentlich schneller gefestigt. Gerade Väter haben hier die Chance, eine enge Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Zudem berichten Eltern immer wieder, dass sie ihr Kind durch das Tragen viel besser einschätzen können. Sie wissen intuitiv, wann ihr Kind aufwachen wird, wann es Hunger bekommt oder wann ein Windelwechsel nötig ist. Dieses Wissen festigt die Eltern-Kind-Beziehung und fördert das elterliche Kompetenzgefühl.